Hawaii steht auch auf deiner Bucket list? Du wolltest schon immer mal hin, hast es aber bisher noch nicht geschafft? Dann helfe ich dir gerne bei der Reiseplanung für Hawaii.

Auswahl der Inseln

Frag dich zuallererst, was dich an Hawaii besonders reizt und wie deine Reise verlaufen soll? Bevorzugst du Inselhopping, um möglichst viele Inseln kennenzulernen? Oder möchtest du ein oder zwei Inseln mit einem Urlaub auf dem Festland in den USA verbinden?

Ist es vor allem die besondere hawaiische Natur, die du erleben möchtest? Wenn ja, lieber die Vulkane oder den grünen Dschungel? Oder hast du es auf Schnorcheln, Tauchen oder tolle Sandstrände abgesehen?

Je genauer du dir überlegst, was dich wirklich interessiert, desto besser kannst du dich auf bestimmte Inseln konzentrieren und die Reisedauer, die dir zur Verfügung steht, optimal nutzen.

Ich habe meine Entscheidung für Kaua’i, Big Island und Mau’i nach folgenden Auswahlkriterien getroffen:

– Ich wollte vor allem die Unterschiede der hawaiischen Inseln kennenlernen, die verschiedenen Klimazonen und die unglaublichen Facetten der Natur erleben.

– Es sollte eine gute Mischung aus Entspannung und Aktivitäten werden. Das bedeutete für meine Reiseplanung:

  • Chillen und Schnorcheln am Strand
  • Wanderungen und Erkundung der Vulkangebiete
  • Wohlfühlen in einer privaten Unterkunft
  • Eintauchen in den Inselalltag, Märkte besuchen, Besonderheiten kennenlernen (z. B. Kaffeerösterei auf Kaua’i, Insel-Brauerei auf Big Island, JA, es gibt BIER auf Hawaii!)

– Um flexibel überall hinzukommen und auch mal eine unbefestigte Schotterstraße zu fahren, fiel die Wahl auf einen 4WD-Mietwagen (Jeep Wrangler).

– Verzicht auf Trubel und große Städte, somit blieben Honolulu und der belebte Waikiki Beach schon mal außen vor.

– Einheimische kennenlernen und mit ihnen Zeit verbringen. Daher kamen für mich nur private Unterkünfte in Frage. Damit habe ich auf Hawaii sehr gute Erfahrungen gemacht (via airbnb).

Reisedauer

Nimm dir Zeit für Hawaii! Denn die Inseln haben sehr viel zu bieten. Aus meiner Sicht lohnt sich eine Hawaii-Reise von Deutschland bzw. Europa aus nur, wenn du mindestens 2,5 Wochen einplanst. Die Anreise dauert ja schon einen ganzen Tag, allein der Flug 18 Stunden. Das heißt, 2 bis 3 Tage solltest du für die An- und Abreise abziehen. Dazu die Akklimatisierung und der 12-stündige Zeitunterschied. Aus meiner Erfahrung würde ich dir empfehlen, pro Insel mind. 4-5 Tage Aufenthalt, besser eine Woche, einzuplanen. Wir waren insgesamt 3,5 Wochen unterwegs.

Beste Reisezeit

Hawaii kannst du ganzjährig besuchen. Es herrscht tropisches Meeresklima. Selbst im Winter fallen die Tiefsttemperaturen meist nicht unter 20 Grad Celcius. Im Sommer steigt das Thermometer zwar auf 28 bis 32 Grad, durch die angenehmen Seewinde bleibt die ganz große Hitze aber aus. Wer es kühler mag, ist in den Vulkangebieten gut aufgehoben.

Die Hauptreisezeiten (Hochsaison, während der US-amerikanischen Ferien) sind im Juli und August und über Weihnachten und Neujahr, wenn sich Wale vor den Küsten Hawaiis tummeln. Außerdem solltest du wissen, dass besonders im Herbst immer mal wieder tropische Stürme über die Inseln toben können.

Wenn es auf Hawaii regnet, dann fallen i. d. R. nur kurze Schauer und lokal begrenzt. Generell ist der windzugewandte Norden und Osten der Inseln feuchter, dafür ist es dort auch grüner (z. B. Region um Hana auf Mau’i). Aber selbst das macht überhaupt nichts, denn es ist ja immer schön warm und der Regen hört auch schnell wieder auf.

Flugverbindungen

Ich habe zuerst im Netz recherchiert, um mir einen Überblick über mögliche Flugverbindungen, Zeiten/Dauer und Kosten zu machen. Danach bin ich mit diesen Infos zu meiner Bekannten und Inhaberin eines Bonner Reisebüros gegangen, um mich professionell beraten zu lassen und nach den Vor- und Nachteilen der Airlines zu erkundigen (z. B. Häufigkeit von Verspätungen). Ein Kombi-Paket inklusive 2 Inselflügen und Mietwagen für die erste Insel erwies sich als beste Option. Die Mietwagen für die anderen beiden Inseln habe ich extra gebucht.

Natürlich hängen die Flugkosten auch stark von der Reisezeit ab. Für uns kam nur die Hauptreisezeit Juli/August in Frage. Weil wir aber schon vor dem 1. Juli abgeflogen sind, konnten wir die Flugkosten für 2 Personen um 500 Euro (!) reduzieren.

Wenn du zeitlich flexibel bist, hast du gute Möglichkeiten, an günstige Flüge heranzukommen. Außerdem sind in der Vor- bzw. Nebensaison, etwa im Mai oder November (vor Weihnachten und Neujahr) deutlich weniger Touristen auf Hawaii.

Die günstigsten Hin- und Rückflüge Frankfurt-Honolulu (O‘ ahu) beginnen bei 850 Euro. Im Durchschnitt solltest du für den Flug in der Economy-Class in der Hochsaison von ca. 1.200 Euro ausgehen.

Reisebudget

Machen wir uns nichts vor: Hawaii ist teuer! 80 bis 90 Prozent aller Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs werden vom Festland importiert. Das merkt man an allen Ecken und Enden. Ein Liter Milch oder ein 500 Gramm Becher Joghurt zum Beispiel kosten im Supermarkt etwa 4 US-Dollar (aktuell 3,40 Euro). Allerdings bekommt man frisches Obst (vor allem Papaya, Mango, Bananen und Litschies), Gemüse oder Eier an den kleinen bunten Farmstands am Highway häufig günstiger als im Supermarkt.

Ich habe Unterkünfte gesucht, in denen wir eine eigene Küche hatten oder (mit)nutzen konnten. So sind wir nicht oft auswärts essen gegangen und auch das hat die Kosten minimiert. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit, mit anderen Gästen und unseren Gastgebern ins Gespräch zu kommen und an lauen Sommerabend gemeinsam auf der Terrasse zu sitzen. Das wiederum hatte den netten Nebeneffekt, dass wir tolle Ausflugs- und Insidertipps (z. B. Strände, an die nur Einheimische gehen) bekamen.

Unser Ziel, nicht mehr als 50 Euro p. P. und Tag für alltägliche Ausgaben (Lebensmitel, Eintritt z. B. für National Parks, Kaffee, Banana Bread oder Smoothie am Farmstand o. Ä.) auszugeben, konnten wir so prima einhalten.

Unterkunft

Wir hatten absolut kein Interesse, in einer der typisch US-amerikanischen Hotel- und Ressortanlagen zu wohnen. Abgesehen von den hohen Kosten (ab 200 US-Dollar/Nacht), lebt man dort nahezu abgeschottet in einer Art Parallelwelt mit Poollandschaften, Shops, Restaurants und unzähligen Golfanlagen. Diese findet man auf Kaua´i in Princeville und ganz im Süden in Poi’pu, auf Big Island an der Ostküste rund um Kailua-Kona und in West-Maui am Ka’anapali Beach sowie im südlichen Wailea.

Weil ich genau das nicht wollte, habe ich von Anfang bei airbnb nach passenden Unterkünften gesucht. Dabei lohnt es sich, die Bewertungen etwas genauer zu lesen und zu vergleichen. Auch bei wohlwollenden Kommentaren liest man zwischen den Zeilen, ob es Mängel gibt. Am Ende der Reiseplanung waren wir mit unserer Auswahl sehr zufrieden.

Die Vorteile unserer privaten Unterkünfte auf Hawaii:

  • Persönliche (Insider-)Tipps für günstige Einkaufsmöglichkeiten, schöne Strände, Restaurants etc.
  • Kostenlose Nutzung von Equipment wie Schnorchelausrüstung, Strandstühle, Surfboards, Strandtücher etc.
  • Versorgung mit frischen Früchten, die auf dem Grundstück wachsen, z. B. Kokosnüsse, Mangos, Passionsfrüchte, Avocados, Bananen
  • Nutzung der Küche (plus BBQ-Grill) inkl. Equipment sowie vorhandende Kräuter, Gewürze, Essig, Öl etc.
  • Kostenlose Nutzung von Waschmaschine und Trockner
  • Sowohl Privatsphäre als auch gemeinsame Abende mit den Gastgebern und/oder anderen Gästen

Unsere Unterkunft in Captain Cook, Big Island

Noch Fragen?

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Meine Hawaii Reise in der Übersicht

  • 3,5 Wochen, 2 Erwachsene im DZ
  • Mietwagen 4WD Typ Jeep Wrangler (von Alamo)
  • 7 Tage Kaua’i – 1 Unterkunft in Kilauea (airbnb: Hale Ohana)
  • 8 Tage Big Island – 2 Unterkünfte: 1. in Keaau (airbnb: Endless Summer), 2. in Captain Cook (airbnb: Spacious Room/Private entry and Great Views)
  • 7 Tage Mau’i – 1 Unterkunft, Wailuku (airbnb: Jungle Hideaway)
  • Stopover in Vancouver (Abschlusswochenende)
  • Reisezeit: 27. Juni bis 24. Juli 2017

Ausgaben pro Person

  • Hin- und Rückflug mit United Airlines/Lufthansa (Star Alliance) und Hawaiian Airlines (2 Inlandsflüge): 1.300,00 Euro
  • Mietwagen (4 WD) pro Tag: 42 Euro
  • Unterkunft pro Tag: 50 Euro
  • Ausgaben pro Tag (Lebensmittel, Restaurants, Eintrittsgelder, Tanken u. Ä.): max. 50 Euro

Alle Fotos © Simone Blaschke

Reise 2017