Hast du Hunger auf tropische Früchte, frischen Fisch oder süße Desserts? Ich mache dir gerne den Mund wässrig, denn heute stelle ich eine Auswahl der Köstlichkeiten auf Hawaii vor, die ich während meiner Hawaii-Reise auf Kaua’i, the Big Island und Mau’i probiert habe.

Bevor es mit meinen kulinarischen Highlights los geht, solltest du wissen, dass Lebensmittel in Hawaii im Vergleich zu Deutschland extrem teuer sind. Darüber habe ich schon in meinem Blog zur Reiseplanung für Hawaii berichtet.

Die gute Nachricht: Du kannst auf den hawaiischen Inseln auch kostengünstigere und dazu sehr leckere Alternativen finden. Ich habe während meiner Reise Köstlichkeiten auf Hawaii entdeckt, die man:

  • direkt vom Baum/Palme oder Strauch ernten kann
  • an den zahlreichen kleinen Fruitstands am Straßenrand für schmales Geld kaufen kann
  • unbedingt einmal probieren sollte, weil sie typisch für Hawaii sind (ich habe das zumindest so empfunden)

Essen auf Hawaii

Papaya, für mich eine der besten Köstlichkeiten auf Hawaii. (Foto: S. Blaschke)

Papaya – das leckere Multitalent

Niemals zuvor habe ich so viele Papayas gefuttert wie auf Hawaii. 3 bis 4 am Tag waren keine Seltenheit. Die schmecken so lecker und es gibt sie wirklich überall. Vom Kauf im Supermarkt rate ich ab. An Markständen in größeren Touristenorten (z. B. Kona, Big Island) sind sie auch noch zu teuer. Besser ist es, auf den Landstraßen (Highways) am Straßenrand Ausschau nach Ständen unmittelbar vor den Wohnhäusern zu halten, wo Einheimische ihre Ernte aus dem eigenen Garten anbieten. Dort haben wir oft für 2 oder 3 Stück nur einen Dollar gezahlt. Auf Märkten in unbekannteren Orten haben wir auch günstige gefunden. Manchmal fallen sie etwas kleiner aus als im Supermarkt, dafür sind sie dann umso süßer.

Foto: S. Blaschke

Zubereitung einer Papaya: Einmal längs durchschneiden und die Fruchtkerne mit einem großen Löffel herauslösen. Danach das Fruchtfleisch einfach mit dem Löffel rausschälen. Schmeckt pur genauso gut wie im Müsli, Salat oder zur exotischen Verfeinerung von Dips oder Saucen. Wir haben sie z. B. auch klein geschnippelt einfach unter Reise gemischt und mit ein paar Kräutern garniert. Yummy!

Nebeneffekt: Wenn mich sonst mal ein Zipperlein oder eine Magenverstimmung plagt, ist das im Urlaub immer wie weggeblasen (auch deshalb verreise ich so gerne!). Jetzt weiß ich auch, warum es mir in Hawaii so ausgesprochen gut ging, ohne dass ich eine Ahnung hatte, warum. Abgesehen von den Traumstränden, den Vulkanen, den Regenwäldern…muss die Papaya Schuld gewesen sein.

Papaya soll aus medizinischer Sicht das alles können:

  • die Verdauung regulieren (yeah, hat bei mir super geklappt)
  • überflüssige Pfunde zum Schmelzen bringen (ach deshalb war ich nach dem Urlaub 2 kg leichter)
  • als natürliches Anti-Aging-Mittel im Kampf gegen Falten wirksam sein (ein wahrer Jungbrunnen also)
  • zur Herzgesundheit beitragen (mein Herz tanzt, auf Hawaii sowieso)
  • Entzündungen lindern (Mückenstiche vielleicht auch?)
  • die männliche Fruchtbarkeit erhöhen (Hallöchen!)
  • es sogar mit Krebszellen aufnehmen können (das wäre ja der Knaller)

Passionsfrucht – Glücksgefühle auf der Zunge

Klammheimlich hat sich eine kleine gelbe, süß-säuerliche Frucht von der Größe einer Zitrone in meinen Gaumen geschlichen und das pure Glück verbreitet. Werde ich zu poetisch? Dann kommt es von dem Hochgenuss, den ich auf meiner Zunge beim Ausschlecken dieser Frucht empfinde. Jetzt zu erotisch? Keine Sorge, ich höre schon auf. Aber auf Hawaii habe ich meine große Liebe zur Passionsfrucht entdeckt. Irgendwann vorher habe ich sie bestimmt schon mal gegessen. Aber erst auf Hawaii wurde mir bewusst, wie intensiv sie schmeckt. Für mich die fruchtigste Überraschung meiner Hawaii-Reise!

Passionsfrucht so groß wie eine Zitrone (Foto: S. Blaschke)

Zubereitung einer Passionsfrucht: Einfach in zwei Hälften schneiden, sich nicht von den gallertartig umhüllten Kernen im Inneren irritieren lassen, denn genau die sind (im Gegensatz zur Papaya) zum Verzehr geeignet. Entweder man schleckt sie mit der Zunge aus, was wirklich ohne Probleme funktioniert. Oder man nimmt einen kleinen Löffel. Auch als Saft, Tee, in tropischen Cocktails und natürlich in exotischen Soßen und Desserts sind Passionsfrüchte eine Wucht.

Nebeneffekt: Hinter der kleinen Passionsfrucht verbirgt sich eine dicke Vitaminbombe mit Vitamin A, B und C, Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium. Wenn du nach Hawaii fliegst, kannst du die bekannten Bausetabletten also getrost zu Hause lassen.

Banana Bread – das süße Brot der Insel

Ein wenig saftig-matschig, vollmundig und der Renner auf Hawaii ist Banana Bread. Eigentlich ist es ein süßer Kuchen, da er aber in einer Kastenform gebacken wird und durch die Zugabe von Rohrzucker und Nüssen eine bräunliche Farbe erhält, sehen die Kuchenstücke eher wie Brotscheiben aus.

Speziell auf Maui wird beinahe an jedem Foodstand angekündigt, dass es hier das beste Banana Bread der Insel gibt. Glaub mir, ich habe mich „geopfert“ und viele probiert, aber kein Banana Bread war besser als das von Uncle Sam, wie ich ihn liebevoll genannt habe. Er verkaufte den täglich frisch gebackenen Kuchen an seinem Farmstand nur wenige Meter von unserern airbnb-Unterkunft (Ioa Valley Road, Wailuku, Maui, siehe Infokasten im Blog zur Reiseplanung).

Das beste Banana Bread gab es am Farmstand im Ioa Valley bei „Uncle Sam“. (Foto: S. Blaschke)

Foto: fotolia

Zubereitung Banana Bread: Der saftige, braune Kuchen ähnelt dem amerikanischen Carrot Cake (den ich übrigens auch liebe). An der Zubereitung scheiden sich die Geister. Deshalb überlasse ich das Feld an dieser Stelle deiner Suche in den einschlägigen Food-Portalen.

Ein Rezept unter dem Titel „Hawaiian Banana Bread“ stelle ich hier mal aber mal vor:

Zutaten:
120 g Butter
240 g Rohrzucker
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker
2 Eier
3 oder 4 reife Bananen
75 g ungesalzene Macadamianüsse (alternativ: Wal- oder Pecannüsse)
240 g Mehl
1 TL Backpulver

Butter weich rühren, Rohrzucker, Salz und Vanillezucker dazu, mit dem Mixer
schaumig rühren. Eier, 3 mittelgroße Bananen (zu Brei zermatscht) und grob gehackte Nüsse dazugeben. Das gesiebte Mehl und Backpulver drunter mischen. Teig in eine ausgefettete Backform geben und ca. 60 Minuten bei 180 Grad backen.

Nebeneffekt: Das bisschen Hüftgold wird durch die positive Wirkung der genannten Früchte wieder wett gemacht. Außerdem war Banana Bread das einzig Süße, was wir uns auf Hawaii gegönnt haben. Außer – siehe unten…

Apropos Bananen aus Hawaii

In unseren airbnb-Unterkünften auf Kaui und Big Island wuchsen uns die hauseigenen Bananen regelrecht in den Mund. Umgeben von tropischen Pflanzen und Früchten, darunter auch Ananas- und Mango-Bäume oder Kokosnuss-Palmen, standen täglich frische Früchte auf dem Esstisch. Jeder konnte zugreifen und besonders die kleinen, süßen Bananen waren der ideale Snack zum Mitnehmen. Besser als jeder Müsliriegel.

Zu meinen kulinarischen Highlights gehört der Tag, an dem ich zum ersten Mal mit einer Machete eine Bananenpalme abgeschlagen habe, um die reife Bananenstaude zu ernten. Der lange Stamm ist relativ weich und dünn, so dass ich ihn mit einem Schlag zum Fallen gebracht habe. Aus dem Stumpf wächst dann eine neue Bananen-Palme. Der Geschmack dieser kleinen, süßen Dinger ist unschlagbar. Da können die „Industrie-Bananen“, die man (leider oft) in Deutschland kaufen kann, nur verlieren.

Shave Ice – ein Mal probieren reicht völlig aus

Schon auf Kaua’i, der ersten Insel unserer Tour durch Hawaii, fielen uns die kleinen bunten Buden mit der Aufschrift „Shave ice“ auf (oft versehen mit dem Wörtchen „best“). Fast immer standen die Menschen in langen Schlangen an und kamen anschließend mit eine riesigen bunte Kugel in einem Bechern heraus.

Shave Ice – was ist das bitteschön? Ganz einfach: gefrorenes, geschabtes Eis, das künstlich gesüßt wird.

Zubereitung Shave ice: Spezielle Eismaschinen pressen gefrorenes Wasser aus einer Öffnung, das vom Eisverkäufer in einem Affentempo abgeschabt, in einem Becher aufgefangen und zu einer großen Kugel zusammengepresst wird. Danach wird der gewünschte Geschmack in Form von Sirup drauf geträufelt, fertig ist das megasüße Kunstwerk.

Nebeneffekt: Es gibt Köstlichkeiten auf Hawaii, die ich nur ein Mal probieren musste, um zu wissen, das brauche ich nicht. Jedes italienische Milcheis schmeckt um ein Vielfaches besser.

Kult-Wissen über Hawaiian Shave Ice

Shave Ice, auch bekannt als Hawaiian Shave Ice ist ein typisches Eis-Dessert auf Hawaii. Es wird oft mit verschiedenen Toppings (z. B. Nüsse) und/oder einer Kugel Vanille-Eiskrem (wie wir sie kennen) auf dem Boden des Bechers angeboten, also unter dem Wassereis. Der Begriff Shaved Ice (mit d) ist eine übergeordnete Bezeichnung aller Formen, die es auf der Welt gibt.

Der entscheidende Unterschied zu dem uns bekannten Wassereis ist, dass der Geschmack in Form von Sirup erst nach dem Gefrieren hinzugefügt wird. Beim Wassereis wird der künstliche Geschmack und damit die Einfärbung bereits vor dem Gefrieren in das Wasser gemischt.

Hawaiian Ahi – im Wrap am besten

Der als Gelbflossen-Thunfisch oder Bigey Thuna vorkommende „Ahi“ ist eine Köstlichkeit auf Hawaii, die auf keiner Speisekarte fehlt. Von der kleinen Imbissbude bis zum gehobenen Restaurant wird Ahi als „Fish of the day“ empfohlen. Und das aus gutem Grund, denn der Thunfisch ist eng mit der hawaiischen Kultur verbunden. Auch Makrele (mahimahi) und Wahoo (ono) landen im Kochtopf. Ahi ist aber eindeutig der Favorit.

Zubereitung Ahi: Ahi schmeckt roh oder kurz gebraten am besten. Das kann ich bestätigten, denn mein airbnb-Host Greg auf Big Island bot ihn mir eines Abends fangfrisch und kurz angebraten, ohne jegliche Würzung an. Das schmeckte mindestens so gut wie in „Mermaids Café“ auf Kaua’i, als ich ihn roh in einem Spinat-Wrap verdrückt habe. Wirklich köstlich!

Leckeres Ahi-Wrap auf Kaua’i, Hawai’i (Foto: S. Blaschke)

Nebeneffekt: Fisch ist gesund. Das weiß jedes Kind. Wenn du dich speziell über die Fischsorten, ihre Zubereitung und die Inhaltsstoffe informieren möchtest, empfehle ich dir, auf die Seite von Hawaiian Seefood zu schauen.

Trinken auf Hawaii

Es gibt kein Bier auf Hawaii? Denkste!

Kennst du den Song „Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier. Drum fahr ich nicht nach Hawaii, drum bleib ich hier.“? Vielleicht ist das Lied von Paul Kuhn eher den älteren (räusper) Lesern unter euch bekannt. Aber als klar war, dass ich eine Reise nach Hawaii plane, fragte eine Bekannte sofort, ob es denn stimmt, dass es kein Bier auf Hawaii gäbe. Diese Frage ist schnell beantwortet: Na klar gibt es Bier auf Hawaii, mehr als genug. Wobei wir nicht so oft welches getrunken haben. Denn erstens liegt die Promille-Grenze bei 0,8 und zweitens ist es nicht gerade billig, wie so vieles auf Hawaii.

Natürlich gibt es auch „Bier auf Hawaii“. Sogar in sehr speziellen Sorten und mit sehr ansprechenden Labels. (Foto: S. Blaschke)

Auf Big Island allerdings habe wir uns an einem sehr heißen Nachmittag den Besuch der Kona Brewing Company gegönnt und sind in dem geselligen Pub auf dem Bauereigelände ein wenig versackt. Die Brauerei existiert seit 1995 und vertreibt ihr Bier mittlerweile weltweit ziemlich erfolgreich.

Kaua’i Coffee mit tropischem Touch

Toasty Banana Nut Cream – na, wie klingt das? Nein, ein tropisches Dessert aus Hawaii ist es in diesem Fall nicht, sondern eine von unzähligen Geschmacksrichtungen, die in der Kaua’i Coffee Company für den tropischen Touch verwendet werden. Von Medium bis Dark roast konnten wir bei unserem Besuch der Kaffeeplantage im Süden von Kau’i sämtliche Sorten Kaffee probieren und auf eigene Faust über die Plantage schlendern. Umsonst! Allerdings lädt der plantageneigene Gift und Coffee shop (schön klimatisiert, damit man sich lange dort aufhält) dann doch zum Geld ausgeben ein. Macht nichts. Mit einem Pfund Kaffee und einem Kaffeesack (bunt bedruckt mit einer Hula-Tänzerin und einem Kaffeeplantagen-Motiv, hängt jetzt in unserer Küche an der Wand) unterm Arm freuten wir uns auf einen sehr langen Abend. Denn an Schlafen war nach dem Kaffeekonsum so schnell nicht zu denken.

Auf der Kaffeplantage von Kaua’i Coffee (Foto: S. Blaschke)

Maui Kombucha – der etwas andere Tee

Kombucha, Kombucha, was war das gleich noch mal für ein Getränk? Als ich im Reiseführer von der Maui Kombucha Brewery las, stand für uns fest, dass wir uns den Laden mal näher anschauen wollten. Nachdem wir unsere innere Ruhe im „Sacred Garden of Maliko“ in der Nähe von Makawao (Upper County of Mau’i) gefunden hatten, fuhren wir völlig gechilled zur nur 10 Autominuten entfernten Brewery mit Café. Während wir entspannt am Tresen saßen, erklärte uns die Crew Näheres über das Gargetränk, das durch das Fermentieren von Tees mit dem sogenannten Kombucha-Pilz entsteht.

Kombucha tasting auf Mau’i (Foto: S. Blaschke)

Aus kleinen Gläschen konnten wir die verschiedenen Sorten (grüner Tee, Yasmintee etc.), die mit unterschiedlichem Flavor angeboten werden, probieren. Dazu bestellten wir uns einen köstlichen Snack aus der veganen Küche und genossen die äußerst angenehme Atmosphäre in dem Laden.

Kult-Wissen über Kombucha

Kombucha ist ein Gärgetränk von gesüßten Tees mit Hilfe einer speziellen Pilzkultur aus Hefe und Bakterien. Der sogenannte Kombucha-Pilz kommt aus Asien und wird dort seit Jahrtausenden eingesetzt. Man sollte wissen, dass dabei eine alkoholische Gärung einsetzt und somit ein Alkoholgehalt 0,5 und 2 % entsteht.

Na, läuft dir jetzt das Wasser im Mund zusammen? Wenn du noch mehr zum Thema „Essen und Trinken auf Hawaii“ wissen möchtest, schreib mir gerne einen Kommentar. Vielleicht warst du auch schon dort und hast noch einen heißen kulinarischen Tipp. Dann verrate ihn mir gern.

Viele Fotos und Filme von meiner Hawaii-Reise findest du auch auf meiner Facebook-Seite und bei Instagram. Besuch mich dort und schenk mir ein „Like“.

Alle Fotos © Simone Blaschke

Reise 2017