[Gewinnspiel-Kooperation]

Kultreise durch Köln wie vor über hundert Jahren

Ein Zeitsprung in eine frühere Epoche, mitten ins Köln der Kaiserzeit. Ich sitze in der Straßenbahn, fahre am Rhein entlang und erlebe das Jahr 1910 als wäre ich live dabei. Vor mir steht der Straßenbahnführer am Lenkhebel, grüßt und flucht „op Kölsch“, winkt Passanten, wundert sich über betrunkene Tagelöhner und freut sich über die Damenwelt, die in ihren hübschen Kleidern mit Sonnenschirmchen am Rhein flanieren. Rechts und links von mir ist überall was los: Ein Zechpreller fliegt aus der Kölsch-Kneipe, eine Pferdekutsche hält den Verkehr auf, Marktschreier preisen ihre Ware an und die Feuerwehr fährt mit lauter Sirene an uns vorbei. Nur am Druck der schweren VR-Brille auf meiner Nase merke ich, dass ich einer Illusion erliege.

Es ist März 2018 und eine neue Attraktion in der Kölner Altstadt heißt TimeRide, eine Art Virtual Reality Erlebnis-Museum. Mitten auf dem Alter Markt, erste touristische Adresse für Kölsche Kneipenkultur und fester Platz im Kölschen Karneval, eröffnete im September letzten Jahres ein Laden, in dem eine originalgetreu nachgebaute Straßenbahn aus der Zeit der Jahrhundertwende (Anfang 20. Jh.) steht. Direkt am Eingang ein Kassenhäuschen, aus dem mir eine freundliche Schaffnerin entgegen lächelt und die Tickets verkauft.

Kaiserpanorama öffnet Blick in fremde Welten

Reisen, fremde Länder und Kulturen – was für uns heute selbstverständlich ist, war vor über hundert Jahren für die allermeisten Menschen unerreichbar. Sie lebten in ihrer kleinen Welt und waren genug damit beschäftigt, ihr tägliches Leben zu meistern. Nur wenige genossen das Privileg zu reisen, und selbst das war nur mit großem Aufwand verbunden. Wochenlange Schiffsreisen oder mit Kutschen über Stock und Stein, so sahen die Transportwege damals aus.

Da kam eine neue technische Errungenschaft dieser Zeit gerade recht: Stereoskopische 3D-Fotografien, sogenannte Kaiserpanoramen waren um 1900 sehr populär. Der gerade fertiggestellte Eiffelturm in Paris, Märkte in Indien, der Hafen von New York, durch mannshohe Gucklöcher konnten bis zu 25 Menschen gleichzeitig schauen und erhielten plastische Eindrücke von fremden Welten. Nach diesem Prinzip startet die Zeitreise im neuen Erlebnis-Museum in Köln. Im „Kaiserpanorama“ schaue ich mir bekannte Orte in Köln im zeitlichen Vergleich an: Altstadt, Bahnhofsvorplatz, Rheinbrücke – durch das eine Guckfenster der Blick zurück, durch das andere, wie es heute aussieht. So habe ich Cöln, in der alten Schreibweise mit C geschrieben, noch nie gesehen.

Zeitreise durch Köln mit Flashback

Zweite Station bei TimeRide ist ein kleines Kino, in dem uns in kurzen Sequenzen mit zahlreichen Zeitsprüngen die Geschichte Kölns vorgeführt wird. Vermutlich soll der Effekt sein, die Kaiserzeit besser einordnen zu können. Auf den einfachen Bänken sitzt es sich relativ unbequem, aber für eine Viertelstunde lässt es sich aushalten. Die Geschichte Kölns wird im Zeitraffer dargestellt, wirkt teils etwas wagemutig zusammengewürfelt, doch der Film ist unterhaltsam und am Ende nur das Vorspiel für das eigentliche Herzstück der Ausstellung: Die Fahrt in der originalgetreuen Straßenbahn mit der VR-Brille auf der Nase.

Virtual Reality Erlebnis durch Kölle am Rhing

3, 2, 1 – Virtual Reality go! Jetzt ist es soweit, ich steige in den Nachbau der ersten elektrischen Straßenbahn, ziehe die klobige VR-Brille auf und tauche ins trubelige Stadtleben Kölns im Jahr 1910 ein. Geräusche, Stimmen, Wetter, alles wirkt verdammt echt. Gleich nach der Abfahrt ziehe ich meinen (echten) Schal fester um den Hals, denn der Fahrtwind (virtuell) bläst mir ins Gesicht. Auch wenn die Menschen doch etwas computertechnisch anmuten, der Gesamteffekt ist ziemlich realistisch.

Das erläutere ich hinterher auch Kommunikations- und Standortmanager Matthias Flierl, der den „Erfinder“ des Start up, Jonas Rothe, zusammen mit Vertriebsleiter Cornelius Wien und einem insgesamt 20-köpfigen Team unterstützt. Duz-Kultur und null-komma-null Chef-Allüren sind hier übrigens normal – und sehr angenehm.

Matthias fragt mich, wie es mir gefallen hat. Ich finde: Hier und da ist bestimmt noch Luft nach oben. Neben Deutsch und Englisch vielleicht ein Guiding in kölscher Sprache, Verbesserung der VR-Animation oder weichere Sitze im Kino. Doch im Großen und Ganzen ist es den Jungs gut gelungen, die Virtual Reality Technologie mit historischem Wissen – in diesem Fall über Köln – zu kombinieren. Deshalb kommen wohl auch so viele Schulklassen her. Weitere TimeRide-Standorte, verrät mir Matthias, sind schon in Planung. Zentrale Lage, touristisch beliebt und eine besondere geschichtliche Epoche, das sind Aspekte, die auf der Suche nach der passenden Stadt eine Rolle spielen. München, Berlin, Hamburg, welche spannende Stadt in Deutschland oder Europa es sein wird, erfährst du auf jeden Fall auch hier.

Mitmachen und Eintrittskarten für TimeRide Cöln gewinnen

In welche Epoche der (deutschen oder internationalen) Geschichte möchtest du mal eintauchen? In welcher Stadt und zu welcher früheren Zeit hättest du gerne mal für einen Tag gelebt? Schreibe einen Kommentar, wohin deine Zeitreise gehen soll, und du machst automatisch mit bei der Verlosung von 3 x 2 Eintrittskarten für TimeRide.

Es sind terminunabhängige Gutscheine, die du jederzeit während der Öffnungszeiten einlösen kannst. Kleiner Tipp: An Wochenenden musst du mit Wartezeiten rechnen, wochentags geht’s schneller.

Alle, die bis zum 30.04.2018 einen Kommentar zur genannten Frage abgeben, kommen in die Lostrommel. Die Gewinner informiere ich per E-Mail und schicke ihnen die Karten direkt zu. (TimeRide-Mitarbeiter und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.)

Hinweis: Die zur Verfügung gestellten Gutscheine sind mit keinen Bedingungen an den Inhalt in meinem Blog-Beitrag verknüpft. Ich habe dafür keine weiteren Leistungen erhalten.

Fotos © Simone Blaschke und TimeRide