Reise-Tipps für die Road to Bakery

Reisen, kultiges Brot und Gewinner. Das hat alles miteinander zu tun. Bist du verwirrt? Hier kommt die Auflösung. Erinnerst du dich an Max und seinen neuen Brotladen in Bonn? Ich habe ihn hier im Blog porträtiert, weil ich es spannend finde, dass er sich die Inspirationen für seine Brotwelt auf Reisen holt. Die Stationen auf seiner Weltkarte Road to Bakery mitten im Laden sollen kontinuierlich ergänzt werden. Dabei haben wir ihm geholfen.

Gewinner und Reisetipps aus dem Brotkörbchen

Schlafmaske auf die Augen, Hand ins Brotkörbchen – und los geht die Ziehung der 3 Gewinner, die Max mit ihrem Kommentar in meinem Blogbeitrag auf die Sprünge geholfen haben. In welches Land soll der Bäckermeister reisen und warum? lautete die Frage. Zahlreiche Vorschläge von China bis Litauen, Finnland bis Italien und sogar Trinidad und Tobago trudelten ein. Gestern hat Max die Glücksfee gespielt. Die Gewinner dürfen sich in seinem Laden ein Brot ihrer Wahl aussuchen.

Bäcker Max Kugel zieht die Gewinner (im Hintergrund seine Road to Bakery)

Schottland – Fladenbrot, Whiskey und Highlands

Die erste Gewinnerin Wanda schlug vor: „Reisetechnisch wäre ich für Schottland! (..) das Bannockbrot wäre eine passende Anregung.“ Nachdem Max das Los aus dem Korb fischt, freut er sich. Schottland interessiert ihn schon länger und es ist auch nicht so weit weg, also gut in den Alltag eines Jungunternehmers einzubauen. Bei Wikipedia steht (Zitat): „Bannockbrot ist ein Fladenbrot, das meistens aus Hafer- und Gerstenmehl besteht und auf einem Backblech oder in der Pfanne auf beiden Seiten gebacken wird.(..) Die Bezeichnung Bannock stammt möglicherweise vom gälischen Wort bannach ab, was wiederum abgeleitet ist von dem lateinischen Wort panicium (Brot).“

Also los Max, revolutioniere die schottische Brotkultur, vielleicht mit einem Schuss Whiskey im Teig und schau dir by the way die spektakuläre Landschaft der Highlands an.

Hoch hinaus und mit Himalaya-Salz backen

Als Max den nächsten Zettel aus dem Brotkorb zieht, steht darauf: Himalaya/Ladakh. Sofort verbindet er damit das spezielle Himalaya-Salz, mit dem er gerne mal backen will. Gewinnerin Corinna erklärt im Kommentar: „Das alte buddhistische Königreich (Ladakh) gehört heute zu Indien. Dort wird oft noch traditionell im Lehmofen Brot gebacken. Bestimmt eine interessante Herausforderung für einen europäischen Bäcker, in der Höhe in einer fremden Kultur mit anderen (Bakterien-)Kulturen zu backen. Die klare Luft, unendliche Weite und die ruhige, gelassene und spirituelle Lebensweise ziehen Reisende in ihren Bann.“ Ein Reiseziel, das Max auf jeden Fall reizt und ihn schon jetzt im Kopf experimentieren lässt.

Tasmanien ist anders als Australien

Der dritte Gewinner Jörg entdeckte erst kürzlich im Vorbeifahren Max‘ Brotladen. Er schlägt Australien vor, weil dort aus seiner Sicht gutes Brot Mangelware ist. Er findet, dort könnte Max ein wenig „Entwicklungshilfe“ leisten. Die Idee wird Max aus Zeitgründen nicht so bald umsetzen können, und auch der Reiz, nach „Down Under“ zu reisen, muss ihm erst noch schmackhaft gemacht werden. „Da fliegt doch irgendwie jeder hin.“, sagt er wenig begeistert zu mir. Ok, da werde ich – als Australien-Fan – wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn gerade Tasmanien, das Jörg im Speziellen empfohlen hat, wäre ideal für eine Entdeckungsreise des jungen Bäckermeisters.

Bäcker-Tour durch Paris

Doch zuerst wird Max „Paris“ als Neuzugang auf seiner Road to Bakery eintragen, denn dort war er gerade erst. Mit einer Gruppe deutscher Bäcker tourte er kurz vor Ostern durch 8 Boulangerien im Herzen der französischen Hauptstadt Paris und erfuhr, wie stolz die französischen Bäcker auf ihre landestypischen Weißbrote, die Baguettes, sind. Auch die Tatsache, dass sich in Frankreich eine Bäckerei nur „Boulangerie“ nennen darf, wenn der Bäcker den Teig selbst herstellt und backt, findet Max vorbildlich. „Das könnte man in Deutschland ruhig auch einführen“, schlägt er vor. Aktuell setzt er die Anregungen aus Paris in einen neuen Brotteig um, den er als Nr. 10 anbieten möchte. Denn zusätzlich zu seinen fixen 9 Brotsorten kommt samstags abwechselnd eine Überraschung dazu.

Max auf Boulengerie-Tour durch Paris

Auch allen, die nicht gewonnen haben, sagen Max und ich für die zahlreichen Ländervorschläge: Herzlichen Dank! Die nächste Gewinnchance gibt es übrigens schon. Wie wäre es mit einer kleinen Zeitreise in frühere Epochen? Dann schaut mal hier.

Natürlich ist auch hier wieder reichlich Platz für Kommentare und Fragen an Max oder mich.

Fotos © Simone Blaschke und Max Kugel